Variablen und Datentypen


Processing 2.0

Alle Daten im Computer werden irgendwann einmal in eine Folge 0er und 1er übersetzt. In Software sind Daten meist Buchstaben und Zahlen, aber auch Bilder, Musik und Video. In Processing kann man viele dieser verschiedenen Daten verarbeiten, aber nicht alle auf die gleiche Weise.

Datentypen

Sie legen fest, wie Daten in die Sprache des Computers (eine Reihe aus 0 und 1) übersetzt werden. Es gibt sog. primitive Datentypen, die in den meisten Programmiersprachen schon festgelegt sind. Darüber hinaus, kann man aber auch seine eigenen Datentypen erstellen.

Primitive Datentypen sind:

  • int – 32 bit – Ganzzahlen von ca. -2 Mrd. bis ca. +2Mrd.
  • float – 32 bit – Gleitkommazahl mit 8 Stellen Genauigkeit
  • boolean – 1 bit – true oder false
  • byte – 8 bit – -128 bis+127
  • char – 16 bit  – 0 bis 65535 für einzelne Zeichen
  • color – 32 bit – 1.6777.216 Farben

Im Gegensatz zu den primitiven gibt es auch nicht primitive Datentypen (z.b. String), die bei Bedarf auch selbst definiert werden können. Beim Typ String kann man schon an der Schreibweise (groß) erkennen, dass er sich von den primitiven Datentypen unterscheidet. Und zwar dadurch, dass er, wie auch in Java üblich ein Objekt ist, dessen Eigenschaften durch eine Klasse definiert werden (zur genaueren Erklärung suche nach Objekte und Klassen). Schauen wir uns nun den Unterschied zwischen char und String genauer an. Während eine Variable vom Typ char ein Zeichen enthalten kann, ist kann ein String eine beliebige Anzahl an Zeichen (eine Zeichenkette) beinhalten. Ein weiterer Unterschied besteht in der Zuweisung der Werte.

char zeichen = ‚a‘; // deklariert die Variable zeichen und weist ihr den Wert a zu
char zeichen = „a“; // Error! ist nicht zulässig

String kette = „hallo welt!“; //Erzeugt ein Objekt vom Typ String mit dem Namen kette und weist diesem Objekt den Wert „hallo welt“ zu.

Variablen

Variablen sind Platzhalter im Speicher und können mit entsprechenden Werten beschrieben werden. Bevor ein Wert in einer Variablen gespeichert werden kann, muss diese „deklariert“ werden. Dabei wird ein entsprechender Datentyp für die Variable definiert. Bsp:

  • int x; // deklariert die Variable x
  • x=12; //weist der Variablen x den Wert 12 zu
  • float z; //deklariert die Variable z
  • z=3,14 //weist der Variablen z den Wert 3,14 zu
  • boolean wahr;//deklariert die Variable wahr
  • wahr=true;//weist der Variablen wahr den Wert true zu

Man kann das Ganze etwas abkürzen und Deklaration und Wertzuweisung in einem Schritt durchführen.

  • int x=12;
  • float z=3,14;

Eine Variable darf nur einmal deklariert werden, kann dann aber nacheinander verschiedenste Werte enthalten.

Variablenname dürfen frei gewählt werden, allerdings keine reservierten Ausdrücke sein (int, null, true, false usw.).

Processing hat einige vordefinierte Variablen, nämlich in  size(): width and height. Wenn diese nicht anders definiert werden, haben sie den Wert 100. Deshalb ist das Anwendungsfenster in einem Programm ohne size(x,y) – Anweisung 100*100 px groß.

 println(width + ", " + height);
//gibt 100, 100 im Terminalfenster aus

Wenn man ein Programm für verschiedene Auflösungen schreiben will, ist es gut die Variablen width und height zu verwenden, da man dann allein mit der size() – Funktion die ganze Anwendung skalieren kann.

Beispiel:

size(300,300);
rect(width/10,height/10,width/2,height/2);
rect(width/4,height/4,width/2,height/2);
ellipse(width/2,height/2,width/4, height/4);

Aufgabe: Schreibe ein Programm, das einige Variablen von den Typen char und String erzeugt und gibt diese mit der Funktion println im Konsolenfenster aus.

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4 Kommentare

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  4. hallo, hier hat sich ein fehler eingeschlichen. bei float-zahlen benutzt man einen punkt und kein komma.
    falsch: „float z=3,14;“
    richtig: „float z=3.14;“

    bitte korrigieren und danke für die seite!

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